Odense Marcipan - Verlockende Momente
Dansk website Norsk website Svensk website Engelsk website



Die Geschichte des Marzipans
Die Herstellung von Marzipan erfordert große Sorgfalt. Nachfolgend kann man etwas über seine Zusammensetzung erfahren und wie es (möglicherweise) erfunden wurde. Über die Frage, wer das Marzipan erfand, streiten sich die Gelehrten. Es gibt jedoch einige Anekdoten, die historisch zwar nicht ganz zutreffend, wohl aber amüsant sind.

Der Zeitpunkt der Erfindung und die Herkunft des Namens sind weitgehend unklar, zumal es im Laufe der Geschichte verschiedene Arten von Marzipan gab. Wahrscheinlich stammt Marzipan aber aus Italien, doch wann es genau zu uns kam, ist schwer zu sagen. Man vermutet, dass es vor etwa 500 Jahren von Kaufleuten über die Alpen gebracht wurde. Im 16. Jh. war es bereits recht verbreitet, wie ein Wörterbuch von 1521 belegt, in dem Marzipan als „Panis Marcius“ bezeichnet wird. Manche sind der Meinung, dass ein gewisser „Marzo“, der italienische Erfinder des Zuckergebäcks, damit gemeint ist, während andere es vom „Markusbrot“ herleiten.

In Italien erzählt man sich, dass eine venezianische Bäckertochter zu Zeiten des Mittelalters ihrem Vater helfen sollte, gehackte Mandelkerne in einen Kuchenteig zu geben. Da das verliebte Mädchen jedoch seinen romantischen Gedanken nachhing, übertrieb sie mit der Menge an Mandeln. Ihr Vater war zunächst wütend, als er den Fehler entdeckte, und schimpfte über die Verschwendung. Doch als er etwas von dem ‚misslungenen’ Teig in den Mund steckte, wurde er nachdenklich. Noch nie hatte er so etwas Köstliches probiert! Der Teig wurde – so wie er war, in kleine Stücke geschnitten und verkauft. Das lief so gut, dass der Bäcker durch den Verkauf dieser Spezialität ein wohlhabender Mann wurde. Er nannte die Spezialität „Marci panis“ (Markusbrot) nach St. Markus, dem Schutzheiligen der Stadt.

In Deutschland ist man jedoch der Meinung, dass ein deutscher Koch der Erfinder war. Er stand im 17. Jh. in Diensten eines reichen Herrn, der ihn zu einem besonderen Fest um eine Leckerei zum Nachtisch bat. Der Koch, ein erfindungsreicher Mann, befahl den Küchenjungen, Mandeln zu blanchieren, abzuziehen und zu hacken. Dann setzte er etwas Zucker hinzu, sodass daraus eine Art Teig wurde. Der wurde in Häppchen geschnitten und kam bei den Gästen gut an. Der Koch, der auf den Namen Franz Marcip hörte, nahm den Teig in sein Speisenprogramm auf und gab ihm auch seinen Namen. Als älterer Mann kehrte er in seinen Geburtsort Lübeck zurück und gründete eine Marzipanmanufaktur.

In einem 1701 ergangenen Erlass der Stadt Leipzig steht, dass man sich als Taufpaten zwischen Kuchen bzw. Marzipan als Taufgeschenk entscheiden könne, wobei der Wert des Geschenks 1 bzw. 2 Reichstaler nicht übersteigen dürfe – auch nicht bei wohlhabenden Leuten. Handwerkern und dem gemeinen Volk war es ganz einfach verboten, Marzipan zu kaufen, da es zu kostspielig war. Im 18. Jh. wurden lt. Knigge junge Männer, die sich feminin kleideten, „Marzipaner” genannt.
Die meisten Rezepte für Marzipan stammen sicherlich aus der Zeit, als man unermüdlich nach Variationsmöglichkeiten für diese Leckerei suchte.

Da es mehrere Erklärungen zur Erfindung des Marzipans gibt, ist es unmöglich, der richtigen die Ehre zu geben. Sicher ist jedoch, dass man das immer beliebter werdende Marzipan um des Genusses wegen verzehrt. Dänisches Marzipan zeichnet sich durch erstklassige Qualität aus, und bei der Rezeptur können Kundenwünsche berücksichtigt werden.
 

 
 
 
Odense Marcipan A/S - Toldbodgade 9-19 - DK-5000 Odense C - Tel: +45 63117200 - Fax: +45 63117201 -